Gundara's Souzani mit Chakan-Stickerei kommen aus Tadschikistan. Das Wort Suzani/ Souzani kommt von dem tadschikischen bzw. persischen Wort für "Nadel". Souzani wurden handgemacht von den Frauen der Familie für die Mitgift. Sie werden noch heute dazu verwandt die Sitz- bzw. Schlafmatten (Kurpacha/ Toschak) abzudecken oder als Wandbehang.
Unsere Souzani kommen aus der Region um Penjikent, welches heute an der tadschikisch-usbekischen Grenze liegt. Dieser Souzani ist antik und ca. 60 Jahre alt. Der Souzani ist gereinigt.
Chakan-Stickerei - anerkanntes UNESCO-Kulturerbe
Die Kunst der Chakan-Stickerei ist die Praxis, Ornamente, Blumenbilder und symbolische Zeichnungen mit bunten Fäden auf Baumwoll- oder Seidenstoffen zu nähen. Die Tradition ist bei Frauen und Mädchen in Tadschikistan weit verbreitet. Die Chakan-Stickerei wird verwendet, um Kleidung und Haushaltsgegenstände wie Damenhemden, Kopftücher, Vorhänge, Kissen, Tagesdecken und Decken für Wiegen zu dekorieren. Die Stickerei zeigt symbolische Darstellungen und mythologische Bilder von der umgebenden Natur, die die Wünsche und Hoffnungen der Menschen zum Ausdruck bringen. Die Praxis umfasst die Auswahl des Textils und der Fäden, das Zeichnen von Ornamenten, das Erstellen von Stickereien und das Nähen von Kleidung. Früher wurden die Fäden aus Baumwoll- und Seidenfasern hergestellt und mit Naturfarben aus Pflanzen und Mineralien gefärbt. Heute verwenden die Näherinnen von Chakan Stofffäden für die Handarbeit. In der Region Khatlon ist das Chakan-Shirt ein wichtiges Brautkleid. Die Bräutigame tragen eine "tāqi" (die nationale Schädeldecke mit Chakanstickerei), und tadschikische Frauen und Mädchen tragen das Chakan-Kleid bei traditionellen Festen und Feiertagen. Die bestickten Produkte sind Ausdruck von Schönheit, Eleganz und der Einheit von Mensch und Natur. Die junge Generation lernt die Kunst von ihren Müttern, Großmüttern und älteren Schwestern, und die Übertragung erfolgt auch in Gruppen durch die sogenannte "ustod-shogird"-Methode (Master-Student). Einzelne Näherinnen verkaufen ihre Produkte auf Basaren und in Kleiderläden und bieten damit eine wichtige Möglichkeit, Geld zu verdienen.
Maße: 149x144cm
Brand
Gundaras afghanische Taschen werden per Hand von Meister Yaqub in Kabul, vor allem aus natürlich gegerbtem Ziegenleder, gefertigt. Das Leder dunkelt mit der Zeit sehr schön nach, wird weicher und glänzender. Das hochwertige Ziegenleder wird in Nordafghanistan ausschließlich mit natürlichen Zutaten (Granatapfelschalen, Rhabarberwurzeln & Taubendung) gegerbt. So liegt bei den afghanischen Naturleder-Taschen die gesamte Wertschöpfungskette in Afghanistan. Das von Meister Yaqub verwendete chemisch gegerbte und gefärbte pakistanische Schafsleder ist dünner und weicher als das Ziegenleder. Gundaras Lederta
schen kombinieren traditionelle Muster und Handwerkskunst mit europäischen Ansprüchen an Ästhetik- und Funktionalität. Durch den Kauf von Gundara-Ledertaschen unterstützten Sie afghanische Kunsthandwerker in Kabul auf sehr direkte Weise. Etwa 25% des Verkaufspreises gehen zurück an die Produzenten nach Kabul. AfghanischeProdukte zu kaufen, heisst die afghanische Wirtschaft zu unterstützen und den Menschen vor Ort eine Perspektive zu geben.
Meister Yaqub hat in seinem Leben bereits viele Schicksalsschläge erlebt. Vor den Taliban floh er mit seiner Familie nach Pakistan. Zurück in Kabul baute er seine Manufaktur wieder auf. Zwei Selbstmordattentate, die auf die indische Botschaft gegenüber der Manufaktur abzielten, zerstörten teilweise die Manufaktur. Zum Glück wurde niemand verletzt! 2015 versuchte Meister Yaqub mit seiner Familie einen Neuanfangversuch in Istanbul, der nicht gelang. Er ist nach Kabul zurückgekehrt, wo er nun sein Haus, das bei einem Anschlag in Mitleidenschaft gezogen wurde, wieder aufbauen musste. Gundara arbeitet seit 2009 mit Meister Yaqub zusammen und unterstützt so die Familie auf nachhaltige Weise.